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gegen Krieg

Streikende der Charite Facilty Management besuchen Occupy Camp

Am Freitag, den 2. Dezember machten ca. 150 Streikende der Charite Facilty Management einen Solidaritätsbesuch im  Bundespressecamp.Die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM), die ausgelagerten Tochtergesellschaft für Dienstleistungen der „Charité Berlin“ (größte Universitätskliniken Europas) befinden sich im Streik.
Der Arbeitskampf der CFM-Belegschaft wendet sich gegen die Praxis der Ausgliederungen zur Zementierung und Ausweitung des Billiglohnsektors. Streikende der Charite Facilty Management rufen alle Vorstände, Gremien und Mitglieder von ver.di und allen DGB-Gewerkschaften auf, wirksame praktische Solidarität mit dem CFM-Streik zu leisten.

Erfahrungsbericht eines Mitglieds des Camps:

Besuch der Leute im Camp am Bundespressestrand, die seit dem 12. September bei der Charité Facility Management in den Streik getreten sind.
Sie kamen Trillerpfeifen und wehenden Fahnen und setzten sich in mehreren Bankreihen um eine Feuertonne herum und übergaben uns viel leckeres, selbstzubereitetes Essen.
Nachdem wir sie herzlich im Occupy Camp willkommen geheißen und sie sich für die Einladung bedankt hatten, wurde das Wort hin und her gereicht und teilweise feierlich bekundet und dargestellt, inwiefern wir an gemeinsamen Strängen ziehen. Sei dies die Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum oder die Selbstermächtigung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen als Teil des Erkämpfens einer echten Demokratie. Interessiert schauten sich viele die Struktur des Camps an und wir kamen ins Gespräch. Es wurde berichtet von den Schwierigkeiten der alltäglichen Kämpfe, von Gewerkschaften, die den Menschen erzählten, ein Streik könnte sie ihren Job kosten und sie sollten sich nicht mit den in den Ausstand getretenen solidarisieren. Und auch sie, so ein Streikender, hätten wie die, die dem Streik fernbleiben, Familien zu ernähren. Trotzdem haben sie sich erhoben, da sie unter den herrschenden Bedingungen ihren Kindern kaum ein würdevolles Leben bieten können.
 
Aus mir nicht bekannter Initiative wurde dann eine Spendendose für Occupy herumgereicht, vielleicht wurde das Bedürfnis von einigen Streikenden geäußert, vielleicht wurde die Prekarität von Occupy als noch drastischer als die der CFM-Mitarbeiter_innen betrachtet. Auf jeden Fall kamen da ganze sage und schreibe 130€ zusammen. Danke!
 
Auf die Frage, wie denn Occupy sie mit den begrenzten Kräften, die uns zur Verfügung stehen, in nächster Zeit unterstützen kann, wurde auf eine wichtige Kundgebung anlässlich einer Sitzung des Aufsichtsrats der Charité am Montag, 5. Dezember 2011, 13 Uhr am Charitéplatz 1. Auch ‚kreative Aktionen‘ werden gerne gesehen, sagte ein Streikender.
Die täglichen Streikkuriere könnt ihr finden unter http://cfmsolikomitee.wordpress.com/ .

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